NOX
Im vergangenen Sommer machte sich ein Teil des emporsteigenden Drowhauses Maerreth, auf den Weg durch die Underdarks in ein bislang unbekanntes Oberflächengebiet, um dort die sphärischen Störungen zu untersuchen und ein Portal zu öffnen, durch welches die Macht der großen Spinne gesteigert und ihr Weg in unsere Welt geebnet würde. Kaum wurde der Ausgang in das feindliche Territorium von Orksklaven geschlagen, sahen wir uns schon einem fremden Drow Haus gegenüber, das sich uns bei unserer ersten Gebietsicherung in den Weg stellte. Dieses Haus jedoch verstand sich bei weitem nicht so sehr auf Intrige und Diplomatie wie wir es gehofft hatten, und schon war unser Versuch die ersten Augenblicke unauffällig zu bleiben gescheitert. Aufgrund ihrer starken, omnipräsenten Erkenntnismagie und dem Befehl Böses auf Sicht zu vernichten, war es uns auch nicht möglich das Lager des Lichts mit Sklaven zu unterwandern, da diese auf der Stelle ermordet wurden. Die nächste Nacht brachte Neuigkeiten über die Herrscherin des Landes, welche eine Vampirin ohne Namen war und ein Treffen mit uns wollte, ans Dunkellicht. Leider verpassten wir ihre Gesandte, die nicht in unsere Gemäuer eindringen konnte und so schlugen wir uns allein durch die Nacht und lauerten den ach so edlen Kriegern auf, fielen dem Hauptmann der trawonischen Wache sofort in den Rücken und streckten ihn nieder, zwei weitere nahmen wir als Geiseln. Weiterhin entdeckten wir einen Teil der Burg, welchen die Lichtlinge nicht betreten konnten, da in diesem sehr finstere Magie pulsierte. Wir erkannten bei einer genaueren Untersuchung des Lagers, dass wir dem Feind um ein Vielfaches unterlegen waren und dass sie gut verteidigt waren. Die Situation verschärfte sich, als wir schließlich doch noch der Vampirin mit unserer Geisel das letzte Menschenopfer überreicht hatten, das sie noch benötigte, um ein Ritual durchzuführen, welches eine finstere Dämonin - die mächtige Hecubah - selbst beschwören sollte. Unsere Mistress mit einigen Leibwachen war Zeuge der Beschwörung und genoss sichtlich das aufkeimende Böse. Nach kurzer Zeit streiften wir wieder um das Lager, um Angst zu verbreiten, bis wir auf einen unverwüstlichen Bibliotheksgeist stießen, welcher uns zurücktrieb. Wir wurden in dieser Nacht aufgrund unterschiedlicher Befehle und Differenzen zwischen Mistress und Seherin - den beiden fähigen Töchtern unserer ehrwürdigen Mutter Oberin - aufgespalten und verteilten uns. Zwar gelang es den Großteil von uns sich, auf unterschiedlichen Wegen, wieder heil in unsere heimischen Stollen und Höhlen zurückzuziehen, doch hatte in der Zwischenzeit der aufgebrachte König von Trawonien - Drakan der Erste - es geschafft, im gesamtem lichten Lager eine Drowkopfgeldjagd auszurufen. Zwei unseres Drowspähtrupps kamen jedoch nicht mehr lebendig zurück, da diverse Kopfgeldjäger ihre Fährte aufgenommen hatten und es den Drow, trotz ihres guten Versteckens und geschickten Ausweichens nicht gelungen war, ihre unbarmherzigen Häscher abzuschütteln. Im Gegenteil: Sie führten sie noch direkt an unseren Eingang, was uns am nächsten Morgen noch Sorgen bereiten sollte. In der festen Überzeugung in den kommenden Stunden überrannt zu werden, wurden von uns zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um die Stollen abzusichern und zu versiegeln. Hierfür beschlossen die Priesterinnen ein Ritual durchzuführen, welches ihnen die Kraft geben sollte den Eingangsstollen zu sprengen und die möglichen Eindringlinge lebendig zu begraben. Aus diesem Grunde versetzte eine auserwählte Schar, unter spiritueller Leitung der Mistress, die Seherin in eine Art tiefe Trance, in der sie zu der Vampirin Kontakt aufnehmen konnte, um den versprochenen Gefallen für das Opfer einzufordern. Stattdessen erschien jedoch ein Spinnenavatar, der uns die Gunst Lloths versagte und uns strafte, da wir die falschen Kräfte angefleht hätten. Dies stellte sich jedoch als schreckliche Vision unserer befähigten Seherin heraus, die vorhersah was geschähe, wenn wir das Ritual beenden würden. So brachen wir es ab und flohen tief hinab in die dunkle Welt, aus der wir gekommen waren. => COMING SOON: ZAHADAN (AUGUST 2004)
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